Waldorf Cottbus e.V.

Hausbauepoche der 3. Klasse im Schuljahr 2014/15
In der 3. Klasse steht die Hausbauepoche an. In diesem Jahr wird ein Zwergenhaus im Kindergarten gebaut.

Hausbauepoche der 3. Klasse im Schuljahr 2014/15

"Wer will fleißige Handwerker seh'n": Beim Vorbereiten des Lehms für die Wand

Die 3. Klasse möchte in ihrer Hausbauepoche eine Zwergenhaus für die Kleinkinder im Kindergarten bauen.

Das Haus soll rund werden, ca. 1,50 m Durchmesser (Außenwand) und ca. 1,50 m hoch.

Da nicht alle Kinder gleichzeitig arbeiten können, gibt es drei rotierende Gruppen, so dass jede/r in jeder Gruppe teilnehmen kann.

Neben der Baugruppe gibt es die Versorgungsgruppe, die für Frühstück und Mittagessen zuständig ist und die Schreibgruppe, die sich am Schreibtisch mit dem Thema Bauen beschäftigt.

[Die Hausbauepoche findet vom 4. bis zum 22.5. statt - dementsprechend ist der Text derzeit wie ein kleines Tagebuch zu lesen]

 

1. Tag: Ausgraben

Ausgraben des Lochs für das Fundament

Gestartet wurde mit dem Ausheben des Fundaments. Die Kinder kamen so gut voran, dass sie die 60 cm am ersten Tag geschafft haben.

 

2. Tag: Beton und Lehm

Der Beton wurde am Morgen geliefert und konnte mit Schubkarren in den Garten gebracht werden. Und weil sie gerade so gut dabei waren und es noch genug Beton gab, konnten der Rest für ein Fundament eines Kindergarten-Spielhäuschens verwendet werden.

Später kam die Lehmlieferung. Damit der Hänger nach hinten gefahren werden konnte, musste Platz gemacht werden, zum Beispiel bei den Fahrradständern.

Auch angeschlossene Fahrräder können transportiert werden.

Der Lehm - übrigens aus einer über 100 Jahre alten Lehmmauer, gespendet von einem Vater aus dem Kindergarten - wurde schon einer ersten Behandlung unterzogen.

Mit Wasser vermengt vergnügten sich die Kinder dabei, alles mit Händen, Füßen und zum Teil auch Spaten durchzurühren.

Das nicht jedes Kind Wechselsachen dabei hatte, stellte sich hinterher heraus...

Ein Elternteil hat als Hausaufgabe mitgenommen, frischen Pferdemist mitzubringen, um den Lehm an der Außenwand wetterbeständiger zu machen.

3. und 4. Tag: Mauern

Bevor es mit dem Mauern losgeht, soll die Tonne mit dem Pferdemist in eine Ecke gestellt werden.

Mehrere Kinder sagen "Das fasse ich nicht an!". Lassen wir uns überraschen.

Interessierte Blicke beim Maurern.

Jede Schülerin, jeder Schüler hat ein paar Steine gemauert.

Nebenbei wurden die von einem Dachdecker gespendeten und gelieferten Balken auf eine einheitliche Länge gesägt.

5. Tag: Holzarbeiten

Um auch das Thema "Holzbearbeitung" in der Bauepoche dabei zu haben, ist die nächste Aufgabe an die Kinder, die Balken passend für die Bodenhülsen an zwei Seiten jeweils einen Zentimeter zu verdünnen.

Konzentriert wird gearbeitet. Eine wichtige Rolle spielen die Kinder, die die Schraubzwingen der Werkbank ersetzen, weil sie sich auf den Balken drauf setzen.

 

Die Notizen der ersten Woche und die Fotos sind von Georg Küchler