Waldorf Cottbus e.V.

8. Klasse spielt Johann Nestroys „Haus der Temperamente“
Vier Grundtöne der Seele in einem Verwechslungsspiel der Liebe

Es geht um ein Haus, in dem vier Familien nebeneinander leben. Jede Familie ist von anderem Temperament. Es gibt die Sanguiniker (unter anderem fröhlich, Fam. Froh), die Choleriker (meist aufbrausend, Fam. Braus), die Phlegmatiker (oft gemütlich, Fam. Fad) und die Melancholiker (häufiger traurig, Fam. Trüb). Die Töchter jeder Familie sind jeweils einem alten Jugendfreund des Vaters versprochen, doch sie lieben eigentlich jeweils einen der Söhne der anderen Familien. Die Söhne kehren nach Jahren des Studiums aus Prag zurück nach Hause. Die Briefe der Verliebten gelangten bisher über den Kleiderputzer Hutzibutz zum Empfänger, darauf ist der Friseur Schlankel eifersüchtig. Gemeinsam mit seiner Gehilfin Lina will er alle in die Irre führen, indem sie erzählen, dass die Geliebten untreu geworden wären. Als noch dazu die Jugendfreunde eintreffen, machen Hutzibutz, Schlankel und Lina gemeinsame Sache und führen sie in falsche Wohnungen. Die Intrigen von Hutzibutz, Schlankel und Lina machen das Stück unterhaltsam und abwechslungsreich. Die organisatorische Präzision aber ist Heiratsplanung, gegen die die Liebe sich durchsetzt - ein klassisches Thema der Komödie.

In einer überaus unterhaltsamen Inszenierung bringt die achte Klasse der Cottbuser Waldorfschule in der Regie von Dirk Ibbeken Nestroys Klassiker auf die Bühne.