Waldorf Cottbus e.V.

Neue Pädagogen vorgestellt

„Fragen, die mich oft überraschen“ – Georg Küchler – Lehrer für Informatik, Mathematik, Physik

Georg Küchler, Jahrgang '67, ist bei Waldorf Cottbus kein Unbekannter. Er ist Vereinsmitglied seit 2000, hat noch ein Kind an der Schule, zwei haben bereits hier ihr Abitur  gemacht. Über zehn Jahre war er aktiv im Elternrat. Der studierte Informatiker arbeitete lange Jahre in Berlin als Programmierer für ein Internetunternehmen. Vor einigen Jahren wurde ihm bewusst, dass er nicht sein Leben lang in die Hauptstadt pendeln und ausschließlich am PC-Arbeitsplatz verbringen möchte. Schon immer wurde er von Bekannten darauf angesprochen, ob er sich nicht eine Laufbahn als Waldorflehrer vorstellen könne. Schließlich fiel die Entscheidung und er stieg aus dem Job aus, meldete sich im Frühjahr 2016 im Waldorf-Seminar Berlin an und machte im Juli d. J. seinen Abschluss als Waldorfpädagoge. Seit Schuljahresbeginn ist Georg Küchler nun Lehrer für Informatik, Mathematik und Physik an unserer Schule.

Erfahrungen im Unterricht konnte er bereits in seiner Praktikumsphase während der Ausbildung machen. Sein Fazit: „Das Leben ist schön bunt, das beweisen immer wieder auch die Schüler. Sie stellen Fragen, die mich oft überraschen.“

Viel Erfolg, Georg!   

 

 


„Mehr als nur einen Job machen“ - Ann-Kristin Ufer, Lehrerin 1. Klasse

Ann-Kristin Ufer, Jahrgang `84, ist frischgebackene Lehrerin der ersten Klasse. Gemeinsam mit Frau Donath betreut sie die Jüngsten der Schule.

Ann-Kristin Ufer stammt aus Mittelhessen und darf auf einen vielfältigen Werdegang zurückblicken. Nach dem Abi ging sie für vier Jahre nach Neuseeland und studierte dort u.a. Psychologie. Wieder zurück in Deutschland, absolvierte sie in Marburg ein Studium in Erziehungs- & Bildungswissenschaft mit Schwerpunkt Sozialpädagogik. Danach arbeitete sie als Sozialpädagogin u. a. mit Behinderten, Suchtkranken, Flüchtlingen und schwer erziehbaren Jugendlichen. „Die Waldorf-Pädagogik ist dabei irgendwie immer mitgeschwungen“, so A.K. Ufer. Was auch daran lag, dass sie Freunde hatte, die Waldorfschüler waren.

Irgendwann traf A.K. Ufer dann die Entscheidung, aus den „Schwingungen“ Realität werden zu lassen. Mitte 2016 trat sie am Waldorfseminar Frankfurt/Main das Studium zur Waldorf-Pädagogik an, welches sie im Juli diesen Jahres erfolgreich abschloss.

Ihre Entscheidung für Cottbus traf A.K. Ufer nach gründlicher Prüfung möglicher Einsatzorte. Zu Brandenburg hatte sie bereits einen guten Bezug, lebte sie doch schon mal einige Zeit lang auf einem Selbstversorger-Hof in der Uckermark. Cottbus schließlich war für sie der Favorit, weil sie vor hat, hier mehr als „nur einen Job“ zu machen und langfristig bleiben möchte. Cottbus ist eine gute Perspektive zum Leben, meint die Hessin. Lebensqualität und Lebenshaltungskosten seien im Gegensatz zu vielen anderen Gebieten Deutschlands ausgewogen, die Stadt sei groß genug, aber nicht zu groß und das ländliche Umfeld einfach schön. Mittlerweile hat sich A.K. Ufer schon einige Flecken der Lausitzmetropole per Fahrrad erschlossen. Einen Garten hat sie auch schon und irgendwann wünscht sie sich einen eigenen Hof.

Herzlich willkommen und viel Erfolg als Waldorfpädagogin!

(Foto: Tudyka)

 


„Herausforderung annehmen und Erfahrungen weitergeben“ – Mathias Heyn, Assistenzlehrer 2. Klasse

Mathias Heyn, Jahrgang `66, ist seit diesem Schuljahr Assistenzlehrer und unterstützt Gabi Kempe in der 2. Klasse. Mathias Heyn ist Schlosser und Schweißer und verfügt zudem über einen Abschluss als Erzieher. In diesem Beruf hat er lange Jahre bei der Jugendhilfe Cottbus gearbeitet und unter anderem Projekte wie SandowKahn und das Strombad begleitet. Schließlich fehlte ihm irgendwann die Herausforderung – die er nun bei Waldorf Cottbus fand. Hier entschied er sich jedoch bewusst gegen den weiteren Weg als Erzieher und stattdessen für eine Laufbahn als Lehrer. Die Waldorfpädagogik war für ihn schließlich nicht fremd, ging doch einer seiner drei Kinder, Johann, 12 Jahre an unsere Schule (Johann absolviert übrigens momentan ein Kunststudium an der Burg Giebichenstein). „Durch mein vielfältiges Berufsleben habe ich eine Unmenge an Erfahrungen. Die möchte ich hier einbringen, auch über den Job als Lehrer hinaus“, lautet das Credo von Mathias Heyn.

Herzlich willkommen!

 


„Ich wollte nie Lehrerin werden!“ – Karoline Durdis, Klassenlehrerin 6. Klasse

Karoline Durdis, Jahrgang `88, ist frischgebackene Lehrerin an unserer Schule und hat die 6. Klasse übernommen. Die gebürtige Cottbuserin ist im brandenburgischen Friedland aufgewachsen, hat ihr Abi in Beeskow gemacht und kam danach wieder in ihre Heimatstadt zurück. Sie war im Kulturleben von Cottbus aktiv und traf dort … wen wundert`s … immer wieder Waldorfschüler/innen, was sie schon damals auf Waldorfpädagogik aufmerksam machte. Schließlich aber entschied sie sich für ein Studium der Musikwissenschaften und Kunstgeschichte in Kiel. Anschließend legte sie in der norddeutschen Hafenstadt nach und machte noch ihren Master in Waldorfpädagogik, dem sich ein Praktikumsjahr an der Kieler Waldorfschule anschloss. „Ich wollte eigentlich niemals Lehrerin werden!“ erinnert sich Karoline Durdis lachend. Aber Musik und Kunst allein war für sie zu theoretisch. „Ich liebe Kultur! Aber mir wurde auch klar, dass ich dafür auch Kinder begeistern möchte.“ Die Waldorfpädagogik sei dafür bestens geeignet, meint Karoline Durdis. Die offene Sicht auf die Welt und deren Zusammenhänge und die Erziehung zur Freiheit, zum eigenen Denken, sprechen schon allein dafür.

Herzlich Willkommen, Frau Durdis! Wir freuen uns auf Ihren Beitrag zu Waldorf Cottbus.