Politische Bildung in der Praxis vom 15.12.2025 Nach dem Hauptunterricht setzten sich die Schüler der Klassen 9-13 in acht Arbeitsgruppen mit verschiedenen Einstellungen und Werthaltungen zum Thema auseinander, entwickelten eigene Positionen und diskutierten diese kontrovers. Hier wurden außerdem Vermutungen angestellt, welche Gruppen in der Bevölkerung sich aus welchen Gründen für oder gegen eine Wehrpflicht aussprechen würden. Im Anschluss daran erhielten die Schüler den Auftrag, diese Vermutungen mit Hilfe von Fragebögen zu überprüfen. Sie sollten Passanten jeglichen Alters in der Innenstadt von Cottbus zu deren Einstellungen befragen, ins Gespräch kommen und eigene Positionen und Vorurteile reflektieren. Im Rahmen dieses Arbeitsauftrages wurde es den Schülern freigestellt, sich an der von Altersgenossen angemeldeten Demonstration zu beteiligen und ggf. dort Informationen zu sammeln. Im anschließenden Unterricht wurde die Erfahrungen und Ergebnisse im Plenum zusammengetragen und ausgewertet. Stimmen aus der Oberstufe: „Ich habe mehr über das Gesetz gelernt und fühle mich sicherer, darüber zu reden.“ „Meine Meinung hat sich nicht geändert, aber ich kenne jetzt mehr Argumente.“ „Die Demo fand ich super. Meine Stimme war danach weg.“ „Es war schön zu sehen, wie motiviert alle waren und dass auch Erwachsene für uns demonstriert haben.“ „Ich fand es interessant, wie viele Argumente von anderen kamen – auch wenn viele die gleiche Meinung hatten.“ „Ich kann mir vorstellen, mein Leben für die Regierung zu verlieren. Ein ausgebildeter Soldat ist besser als ein Haufen lustloser Jugendlicher.“ „Es war meine erste Demo. Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Menschen kommen.“ „Ich habe neue Gedanken zum Thema Wehrpflicht gehört und es aus anderen Perspektiven gesehen. Ich möchte mein Leben nicht wegwerfen.“ „Ich fand den Moment, an dem sich die auf der Demo anwesenden Schulen Gehör verschaffen sollten, sehr gut. Unsere Schule war richtig laut. Da war ich sehr stolz, nicht von einer Staatsschule zu kommen.“